Abends im Park

bzw. auf dem Weg nach Hause.

Es ist mir nun schon mehrmals passiert, dass der Weg von der Straßenbahn nach Hause etwas unheimlich war. Nicht, weil ich vor irgendjemandem oder -etwas Angst hatte, sondern weil ich der vermeintlich Angsteinflößende war. Ich weiß ja auch nicht, aber ich bin ein harmloser Mensch. Mit weniger als 170cm Körperhöhe, mit großer Sporttasche beladen und riesigen Kopfhörern auf den Ohren glaube ich ein ungefährlicher Passant zu sein. Trotzallem kommt es immer wieder vor, dass Frauen bzw. Mädchen mit mir aus der Straßenbahn aussteigen, vor mir herrennen und sichtlich unruhig werden.

Ich kann doch auch nichts dafür, dass ich da lang muß, wo ich lang gehe.

Die Reaktionen der Frauen jedenfalls sind interessant, wenn man das mal so sagen darf. Die einen drehen sich ständig um und versuchen, schneller zu laufen. Die anderen werden immer langsamer und bleiben irgendwann plötzlich stehen, um mich vorbei zulassen. Die nächsten wechseln die Straßenseite, was im Grunde nachvollziehbar ist, allerdings muß ich auch irgendwann auf andere Seite. Dann tritt eine der ersten beiden Strategien in Kraft.

Einmal ist es vorgekommen, dass eine Frau sehr sichtbar eine Dose Pfefferspray oder ähnliches in die Hand genommen hat. Da habe ich dann fluchend die andere Straßenseite aufgesucht.

Ich frage mich, ob ich darüber lachen oder mich nur wundern soll. Am besten wird es sein, ich hänge mir ein Schild um mit den Worten Keine Sorge! Ich willl auch nur nach Hause.

| Di, 16. Jan 2007, 23:57 |
Janek Schwarz

Janek, 44 Jahre alt, Berliner, Familienvater, Punk-Fan. Dies ist mein privates Blog.

Im beruflichen Leben bin ich Gründer der EDI+EXPERTS, einem Software- und Beratungshaus für EDI-Lösungen.

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