JANEK 2.0: Mai 2007

Mai 2007

Tragödie? Farce!

Ich habe mich entschieden, in loser Folge -- etwa im Jahresrhythmus -- über Vattenfall, Berlins liebenswertesten Stromanbieter, zu schreiben. Das knuddlige Unternehmen hatte sich schon im letzen Jahr mit Aus Bewag wird Vattenfall einen Artikel verdient, über den sich noch heute Leute auf diese Seite verirren. Das soll so bleiben.

Nach Marx ereigenen sich historische Ereignisse genau zweimal: Das erste Mal als Tragödie das andere Mal als Farce. Und scheinbar hatte er Recht. Genau wie im letzen Jahr weist Vattenfall auch in diesem Jahr einen Rekordgewinn aus -- 934 Mio Euro. Damit das so bleibt, werden gleichzeitg die Preise erhöht. Sicher, die Kunden laufen davon, aber das kann man ja irgenwie kompensieren.

Ganz im Gegensatz zu der in diesem Haushalt gelebten Punk-Attitude haben wir uns entschlossen, diesmal dem Mainstream zu folgen und den Anbieter zu wechseln. Warum auch nicht? Soll Vattenfall ruhig mehr als die bisher 2% seiner Kundern verlieren.

Im Gegenzug werde ich mich bemühen, der Saga im nächsten Jahr ein weiteres Kapitel hinzuzufügen.

War's interessant? Mehr davon gibt's hier.
Di, 29. Mai 2007, 21:40 |

Haltet den Dieb

Da zu unserem Hinterhof nur Bewohner des Blockes Zugang haben, lassen wir öfter mal etwas hinterm Haus liegen, wenn wir zu faul sind, es hochzutragen. Heute Nachmittag jedoch war der Beutel weg. Geht's noch? Wer klaut einen Beutel mit einem Kleid in Größe 104 und einem kitschigen Buch?

Ein Aushang an jeder Eingangstür, der dem Dieb sieben Jahre schlechten Sex oder Genitalherpes oder so was prophezeit, wäre mehr als angebracht.

Wenn wir den Beutel nicht doch noch in der Wohnung gefunden hätten.

Sa, 05. Mai 2007, 11:41 |

Langweilig, Langweilig

Früher war alles besser, insbesondere der 1. Mai. Ich weiß ja auch nicht, aber diese ganzen Stadtteilfeste sind öde wie Sau. In Hohenschönhausen gab es eins mit Ständen, Buden und Bühne. Nannte sich Familienfest.

An den Ständen hohenschönhauser Parteien und Vereine. PDS und SPD einträchtig nebeneinander. Die CDU irgendwo zwischen Freßbude und VERDI. Dafür aber mit höchst addretten Purchen von der Jungen Union. Anmutig im dreiteiligen Anzug und aparten Hahnekamm-Frisuren. Am Stand eine Karaokemaschine mit Hits wie Live is live. Ganz klar: Einmal Punk immer Punk.

Um den Bierstand versammelt Hohenschönhausens attraktivste Mitbewohner: Die Fraktion der glatzköpfigen Thor-Steinar-, Londsdale, und Böhse-Onkelz-T-Shirt-Träger. Lovely.

Auf der Bühne hohenschönhauser Nachwuchsbands. Natürlich nur mit akustischen Instrumenten. Alles andere hätte wohl den friedlichen Familienrahmen gesprengt.

Das ganze garniert mit den üblichen Basteltischen für Jung und Alt.

Wer kann da widerstehen? Sicher, auch ich kann verzichten auf Rot-Front-Lieder und das klischeehafte Schwenken roter Fahnen. Aber das, was heutzutage unter der Rubrik 1. Mai abgehalten ist, ist so harmlos, so langweilig, da kann ich auch arbeiten gehen.

Mi, 02. Mai 2007, 08:42 |

Größte anzunehmende Strafe

Was soll man davon halten:

Mama: Kind! Wenn Du Dich nicht gleich anziehst, bleibst Du zu Hause. Bei Papa!

Etwas schlimmeres kann man sich kaum vorstellen.

Mi, 02. Mai 2007, 08:40 |

Janek Schwarz

Janek, 36 Jahre alt, Berliner, Familienvater, Punk-Fan.

Im beruflichen Leben bin ich Gründer der EDI+EXPERTS, einem Software- und Beratungshaus für EDI-Lösungen.

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