JANEK 2.0: Oktober 2006

Oktober 2006

Zeit aufzuwachen

Wenn Maybritt Illgner sehr rare Aufnahmen von Wladimir Iljítsch Putin präsentiert, wie er in seinem Sputnik als erster Mensch ins Weltall fliegt, ist es an der Zeit aufzuwachen.

Wo bleibt der Wecker, wenn man ihn wirklich braucht.

So, 29. Okt 2006, 16:53 |

Der Klang des Kekses

Die Berliner Zeitung schreibt im Magazin über Sounddesigner bei Bahlsen:

"Jüngere Menschen mögen es, wenn es beim Abbeißen richtig kracht. Ältere bevorzugen ein eher zartes Beißgefühl, weil sie dieses mit Hochwertigkeit und Entspannung verbinden." Das Kekssortiment von Bahlsen wird akustisch entsprechend "eingestellt". Gibt man mehr Zucker in den Teig, wird der Keks härter, mehr Butter macht ihn weicher. Grob gemahlenes Getreide klingt gebacken anders als fein gemahlenes. Wichtig ist auch die Knet- und Mischtechnik.

Sehr schön auch die Messtechnik:

Testesser im Bahlsen-Klanglabor [knabbern sich] systematisch durch die verschiedenen Kekssorten des Hauses. Über Mikrofone im Ohr wird dabei jeweils der Klang aufgezeichnet. Die Aufnahmen werden dann den Probanden vorgespielt, die die Klänge auf einer Skala verschiedenen Kategorien wie "knusprig", "splittrig" oder "knackig" zuordnen. Dabei fließen auch persönliche Einschätzungen in die Bewertung mit ein. So können die Geräusch-Tester etwa ankreuzen, ob sie den Klang des Testgebäcks als eher "gewöhnlich" oder "markant" empfinden, als "animierend" oder auch als "abstoßend".

Als Ergebnis die Arbeit des Sounddesigners:

Die Ausgestaltung des Knacks zur speziellen Produktnote.

So, 29. Okt 2006, 04:43 |

Das ist Liebe

Das ist Stefan. Er sucht eine Vollzeitstelle in der IT-Branche. Zur Zeit arbeitet er bei einem großen Mobilfunkprovider. Er programmiert und administriert Computer. Schwierige Zusammenhänge zu erklären, fällt ihm leicht. Er arbeitet ausgesprochen effizient und ist im Jahr keine 5 Tage krank.

In seiner Freizeit schreibt er Software und sogar ein Buch zum Umgang mit SMS.

Er liebt es einfach:  Einfaches Leben, einfach gestaltete Webseiten, einfache Bedienoberflächen, einfaches Essen, einfache Schokolade.

Und er liebt seine Frau. So sehr, dass er ihr -- seiner Mullemaus -- eine eigene Seite gewidmet hat.

Do, 26. Okt 2006, 11:55 |

Die Angst-Industrie

In der ARD lief heute Nacht die Reportage Die Angst-Industrie. Im Wesentlichen ging es um etwas, dass ich hier auch regelmäßig beschreibe bzw. eigentlich nur von Bruce Schneier klaue: Die Unfähigkeit von uns Menschen bzw. unserer Gesellschaft, reale und vermeintliche Risiken korrekt einzuschätzen.

In Deutschland sterben pro Jahr 50 Menschen durch Blitzschlag, 1000 durch mangelnde Krankenhaushygiene, fast 6000 durch den Verkehr, Tausende durch Lungenentzündung nach Grippeinfektion und mehr als 100.000 durch Rauchen. 

Das sind echte Risiken, die wir entweder nicht wahrnehmen oder für unwichtig erachten. Angst hingegen haben wir z.B. vor BSE oder Vogelgrippe, Asbest oder islamischem Terrorismus.

In den letzten 5 Jahren wurden in Deutschland rund 12 Millionen Kühe auf BSE-Erreger getestet. Positiv waren 350 oder so. Erkrankt war kein Rind, gekostet hat es aber mehr als 2 Milliarden Euro. Das Risiko, an Creutzfeld-Jakob zu erkranken, beträgt für den Menschen 0,0003 Prozent. Die Chance einen Lottogewinn einzufahren, ist signifikant höher.

Asbest ist ein ähnliches Phänomen. Die Angst davor ist berechtigt; noch immer sterben jährlich Tausende, weil sie vor Jahrzehnten ohne Schutz auf Baustellen aufgehalten haben -- auch weil Sie es nicht besser wussten.

Als normaler Mensch lebt man vergleichsweise sicher. Berechnungen besagen, dass eins aus einer Million Kindern starb, weil es 10 Jahre in eine Schule gegangen ist, in der die Belastung 1000 Fasern pro Kubikmeter entsprach, dem Grenzwert in Deutschland. Das Risiko, als Fußgänger zu verunglücken, ist 300 mal so hoch. Amerikanische Studien geben übrigens an, dass die Asbestsanierung 100 mal risikoreicher war. Von einer Million Kinder sind 100 gestorben sind, weil sie durch verlängerte Schulwege verunglückt sind, von Bussen überfahren wurden und so weiter. Der Versuch, die Gefahr zu vermeiden, war also gefährlicher als die ursprüngliche Gefahr selbst.

Um's abzukürzen: Der Film ist ein Empfehlung wert. Die nächste Wiederholung kommt bestimmt.

Do, 26. Okt 2006, 11:04 |

Truth or fiction?

1992 war ein wichtiges Jahr: Microsoft bringt Windows 3.1 auf den Markt, der Fernsehsender ARTE geht auf Sendung, die XVI. Olympische Winterspiele finden in Albertville statt, Fettes Brot gründen sich und Paul McPike aus Medford, Oregon, USA schreibt in seiner Freizeit Songs.

Ein Freund muss Paul heimlich dabei aufgenommen haben als er diese Songs bei sich zu Hause singt. 

2004 bringen Green Day ihr Album American Idiot auf den Markt. Vielbeachtet und mit Abstand die beste Platte, die sie je veröffentlich haben. Was niemand weiss: die Melodien und Texte basieren auf den Aufnahmen Pauls.

Paul ist entsetzt. Seine Briefe an Green Day und ihr Label Warner bleiben unbeantwortet.

Nun verklagt er die Band schreibt der im südlichen Oregon erscheinende Mail Tribune.

Mi, 25. Okt 2006, 09:49 |

Schon wieder ein Modewort

Und noch ein Frühwarnsystem. Mittlerweile haben wir Forderungen, Studien oder Planungen auf dem Tisch für Frühwarnsysteme in den Bereichen:

und sicherlich tausend andere Sachen.

Was auffällt: Es fehlt ganz klar ein modernes, robustes, nachhaltiges, innovatives, vernetztes, pro-aktives und zukunftsfestes Frühwarnsystem für Modewörter. Insbesondere eines für Frühwarnsysteme.

Do, 19. Okt 2006, 08:05 |

Warst Du beim Arzt?

Kleine Tochter: Papa, warst Du beim Arzt?

Papa: Nein.

Kleine Tochter: Warst Du beim Zahnarzt?

Papa: Nein, auch nicht beim Zahnarzt.

Große Tochter: Aber Du wolltest doch zur Kontrolle gehen.

Papa: Ja, aber ich war trotzdem nicht beim Zahnarzt.

Kleine Tochter: Aber Deine Haare sehn so komisch aus.

Papa: ???

Kleine Tochter: Deine Haare sehn so komisch aus. Warst Du beim Arzt?

Papa: Nein, ich war nicht beim Arzt. Ich war beim Friseur, die Haare sehen doch nicht komisch aus.

Mo, 16. Okt 2006, 11:02 |

Data Mining

Kunden, die sich für Getting Things Done. The Art of Stress-Free Productivity von David Allen interessierten, haben If Women Ran the World, Sh*t Would Get Done: Celebrating All the Wonderful, Amazing, Stupendous, Inspiring, Butt-Kicking Things Women Do von Shelly Rachanow bestellt. Daher möchten wir Sie darüber informieren, dass If Women Ran the World, Sh*t Would Get Done: Celebrating All the Wonderful, Amazing, Stupendous, Inspiring, Butt-Kicking Things Women Do von Shelly Rachanow soeben erschienen ist.

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Sa, 14. Okt 2006, 07:01 |

Weisheitszahn: Der Abschluss

Mit dem Erhalt der Rechnung für die Extraktion meines Weisheitszahnes ist die Sache wohl durch. Bei einem Betrag von weniger als 35 EUR ist das ein richtig billiges Vergnügen. Interessanterweise ist bisher keine meiner Arztrechnungen wesentlich höher gewesen. Durch mich jedenfalls kann die Kostenexplosion im Gesundheitswesen nicht verursacht sein.

Wie auch immer. Ich kann so eine Weisheitszahnentfernung durchaus empfehlen. Kostet nicht viel und man kann sich für ein bis zwei Tage krank schreiben. Nicht, dass es bei einem Selbständigen viel Sinn macht. Aber trotzdem.

Und man erlebt Sachen, die einem sonst entgehen.

Do, 12. Okt 2006, 09:09 |

An der Wechselsprechanlage

Einen guten Tag Herr Schwarz.

Ich bin Herr Krause und mich begleitet die Frau Schulz. Wir gehen heute durch das Wohngebiet und fragen uns angesichts der Probleme, ob es nicht einen Gott gibt, der uns zur Seite steht.

Ich konnte die Frage leider nicht beantworten, ich bin kein Theologe.

Sa, 07. Okt 2006, 09:18 |

Es geht ja nur um Volkes Stimme

Ende 2001 hat Microsoft die XBox auf den Markt gebracht. Bei der Entwicklung ganz oben stand die Sicherung des Gerätes. Es sollte unmöglich sein, fremde Software auf der Konsole ausführen zu können. Das hat nicht ganz geklappt, heute kann sich im Prinzip jeder einen Modchip in das Gerät einbauen lassen, der diese Einschränkungen umgeht.

Wie Heise heute schreibt gibt es mittlerweile nicht mehr nur Modchips für Spielkonsolen sondern auch für Wahlmaschinen. In weniger als 5 Minuten kann kann man durch den Austausch zweier gesockelter Chips eine neue Software einbauen.

Dem Wunsch des Herstellers man solle doch beweisen, dass man auf den Wahlcomputern z.B. Schach spielen könne, wurde entsprochen: Der manipulierte Computer eröffnete mit d2-d4.

Der Hersteller hat mittlerweile erklärt, die Geräte funktionierten einwandfrei. Im Grunde seinen nicht die Maschinen das Problem sondern die Menschen. Diese seien die Bösen, da sie das System manipulierten.

Do, 05. Okt 2006, 11:20 |

Janek Schwarz

Janek, 36 Jahre alt, Berliner, Familienvater, Punk-Fan.

Im beruflichen Leben bin ich Gründer der EDI+EXPERTS, einem Software- und Beratungshaus für EDI-Lösungen.

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