JANEK 2.0: Dezember 2005

Dezember 2005

Fremde Männer in der Wohnung

Soeben kam meine Älteste weinend aus dem Zimmer. Die Antwort auf meine Frage, was denn los sei, war wegen lauten Schluchzens nicht zu verstehen. Anscheinend jedoch war da ein Mann an ihrem Bett und hat sie angeschrien.

Papa: Kind, wir gehen in Dein Zimmer, machen das Licht an und Du wirst sehen, dass da kein Mann ist.

Kind: OK.

Papa: Du kannst mir glauben, es kommen keine fremden Männer in unsere Wohnung.

Kind:  Nur der Weihnachtsmann darf rein kommen. Und der Sandmann.

Papa: Und natürlich auch der Osterhase.

Jetzt schläft sie wieder.

War's interessant? Mehr davon gibt's hier.
Sa, 31. Dez 2005, 00:26 |

Wir sind Weltmeister

Wir sind Weltmeister und keiner kann's uns nehmen. In Deutschland leben mehr Ehepaare ohne Kinder als mit Kindern zusammen. Im europäischen Vergleich gehört Deutschland zu den Ländern mit der geringsten Haushaltsgröße, dem höchsten Anteil allein Lebender und dem geringsten Anteil an Haushalten mit Kindern schreibt der Familienreport 2005 der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Ein Drittel der Männer und Frauen eines Jahrgangs bleiben zeitlebens kinderlos. Im weltweiten Vergleich nimmt Deutschland damit eine einmalige Spitzenposition ein.

Na wer sagt's denn. Deutschland hängt nicht überall hinterher.

Do, 29. Dez 2005, 10:33 |

Der Unterschied zwischen Web 1.0 und Web 2.0

How to tell the difference between Web 1.0 and Web 2.0.

Mi, 28. Dez 2005, 11:08 |

c't -- Kundenservice done right

Die Computerzeitschrift c't weiss, wie man Kunden behandelt: Indem man Kundenwünschen entspricht und noch was oben drauf legt.

Seit Jahren bekomme ich eine Jahresrechnung der Form 26/05 - 25/06. Weil das steuerlich etwas blöd abzurechnen ist, habe ich gebeten, den Rechnungszeitraum um eine Ausgabe auf 01/06  zu verschieben. Dem hat der Verlag prompt entsprochen. Außerdem erhalte ich Ausgabe 26/05 kostenlos.

So muss das sein.

Mi, 28. Dez 2005, 11:07 |

Die Welt in 2 - 3 Minuten

Vonne Chefdenker

Soll ich Dir die Welt erklären, dann gib mir 3 Minuten
Wenn Du genug gesoffen hast, dann reichen sogar 2
Es gibt zwei Sorten Mensch und zwar die Bösen und die Guten
Die guten sind die Punks und die Bösen die Polizei
Also wenn Du einen Bullen siehst, dann hau ihn einfach platt
Und Du wirst sehn, die Welt wird besser, denn den Punks gehört die Stadt -- und nicht den Bullen

Soll ich Dir die Welt erklären, dann gib mir 3 Minuten
Wenn Du genug gesoffen hast, dann reichen sogar 2
Ich habe sehr viel Ahnung, vom Blasen und vom Tuten
Also hör mir bitte zu, denn dieses Lied ist gleich vorbei
Ich will nicht, dass Du denkst, meine Welt sei nicht komplex
Sie dreht sich nicht nur um die Sonne
Sondern auch um schlechten Sex
und den 11. September

Mi, 28. Dez 2005, 11:06 |

Alright Deutschland

Auf MTV läuft gerade Green Days "American Idiot" von ihrem Auftritt bei LiveAid 2005 in Berlin; die Band ist erstaunlich routiniert geworden. Wenn man die diese Aufnahme vergleicht mit der von der Green Day Live-CD "Bullet in a bible" stellt man fest: Sie sind nahezu identisch. Sogar das "Alright"-Gebrüll von Billy Joe, dem Sänger, findet an den gleichen Stellen statt. Der einzige Unterschied: hier schreit er "Alright Deutschländ" während er auf der CD "Alright England" brüllt.

Dummerweise macht dieses Gebrüll die Live-CD nahezu unhörbar. "Alright England" bekommt der geneigte Hörer auf der CD nach fast jedem Song zu hören. Mich nervt es ungemein.

Do, 22. Dez 2005, 11:27 |

Wie ein Unternehmen Kunden verlieren kann

Da wir gerade dabei sind, über die Gewinnung von Kunden zu reden, sollte auch der Verlust von Kunden besprochen werden. In diesem Fall geht es um DHL.

Der Zusteller in unserer Gegend versäumt es gern, die Zustellungsbenachrichtung einzuwerfen -- unabhängig davon, ob er das Paket in der Nachbarschaft abgegeben oder zum Postamt zurückgebracht hat. Auf diese Weise habe ich mehrmals Versandkosten in nicht unbeträchtlicher Höhe zahlen müssen, weil Pakete zurück zum Absender gesendet wurden.

Nachdem ich eine Bestellung bei Amazon nur deshalb erhalten habe, weil die Nachbarin die Zustellung an mich nach 3 Tagen in ihre Hände genommen hat, habe ich mich bei DHL beschwert. Einige Tage später kam ein Brief:

Sehr geehrter Herr Schwarz,

es tut uns sehr Leid, dass wir mit unseren Dienstleistungen Ihre Erwartung verfehlt haben. Wir bedanken uns bei Ihnen, dass Sie sich die Zeit genommen haben, uns über den Sachverhalt Ihres Anliegens zu informieren.

[...]

Als Zeichen unserer Wertschätzung erhalten Sie diesem Schreiben beiliegend eine Portocard und wir sind zuversichtlich, Sie künftig wieder von unseren Leistungen zu überzeugen.

Mit freundlichen Grüßen,

DHL Express Kundenservice

Die erwähnte Portocard stellte sich als eine 55ct-Briefmarke heraus. Ich will nicht undankbar sein, aber in Zukunft setze ich trotzdem eher auf Hermes, die waren in der Vergangenheit zuverlässiger.

Di, 20. Dez 2005, 10:21 |

Von Jungfrauen und Kindern

Ich bin selbständiger Softwareentwickler. Es  ist nicht immer leicht. Manchmal aber hilft der Zufall und man kommt zu einem Kunden wie die Jungfrau zum Kinde.

In meiner Freizeit spiele ich Tischtennis beim SSV Rotation Berlin. Da ich ein Snob bin, spiele ich auch beim Training nur mit Wettkampfbällen. Wo bekommt man diese? In spezialisierten Tischtennis-Shops. Während ich an der Kasse stehe und warte, höre ich einem Telefongespräch zu, bei dem Schlagwort wie "EAN", "CCG" und "Barcode" fallen. Es geht um das Listen von Artikeln im Einzel- und Grosshandel.

Der Telefonist sieht ratlos aus. Ich hingegen bin ein Auskenner. Ich weiss, dass jeder Artikel, der vom Handel ins Sortiment genommen wird, eine EAN braucht. Ich weiss auch, dass man zum Vergeben von EANs eine ILN braucht. Außerdem weiss ich, dass man die ILN bei der GS1 Germany erhält, die früher CCG hieß. Und weil ich das alles weiss, und zu dem mein Wissen preiswerter mit anderen teile als die GS1, habe ich einen neuen Kunden gewonnen.

Und dabei wollte ich nur ein paar Tischtennisbälle kaufen.

Mo, 19. Dez 2005, 11:29 |

Aus Kindermunde

Ein kleines Mädchen wünscht sich seit einem halben Jahr Ohrringe. Eltern und Kind einigen sich, die Sache zum 4. Geburtstag zu klären. Der Geburtstag ist ran, man vereinbart, die Ohren am Samstag löchern zu lassen. Und so geschieht es auch: Ohrringe aussuchen, Pistole ans erste Ohr, peng, Ring im Ohr. Ein paar Tränchen. Pistole ans andere Ohr, peng, Ring im Ohr. Noch mehr Tränen. Und Stolz.

Am Nachmittag kommt die Sippe, bringt Geschenke mit -- darunter auch ein weiteres Paar Ohrringe.

Es beginnt ein Gespräch:

Mama: Kind, gefallen Dir die Ohrringe?

Kind: Ja.

Mama: Wollen wir die Ohrringe behalten?

Kind: Nein, die sollen wieder zurückgegeben werden.

Mama: Warum das denn?

Kind: Denkst Du, ich will jedesmal mit der Pistole die Ohrringe rein machen lassen? Das tut doch weh.

Am Ende hat sich alles geklärt, aber es ist schon interessant, wie Kinder aus ihren Erfahrungen Schlüsse für die Zukunft ziehen.

War's interessant? Mehr davon gibt's hier.
So, 18. Dez 2005, 06:46 |

Itze, Schau und Aule ...

... fehlen in der Liste der bedrohten Wörter. Der Klassiker ostdeutschen Freudebekundens "urst" wiederum steht drin.

Urst schaue Itze diese Liste. Oder: sehr gute Idee.

Do, 15. Dez 2005, 09:26 |

Die Geisteshaltung des Berliner Autonomen

... läßt sich einfach zusammenfassen:

Fight Nazis + BVG

Nazis und BVG -- alles andere sind Nebenwidersprüche.

Sa, 10. Dez 2005, 10:17 |

Vinyl Junkies

[OX-Fanzine #63]

Das aktuelles OX-Fanzine hat eine schöne Artikelserie zum Thema Vinyl. Für Uneingeweihte: Das ist das Material, aus dem klassische Schallplatten und Singles hergestellt werden.

Neben einem kleinen Abriss zur Geschichte der Schallplatte (wer weiß schon, dass die Schallplatte ebenso wie die Glühbirne von Edison erfunden wurde?) besteht die Serie aus Interviews unter anderem mit einem Toningenieur und zwei Sammlern.

Ich kann mit Vinyl nicht viel anfangen; CDs und MP3s sind für mich einfach bequemer zu handhaben. Allerdings kann ich verstehen, dass man zum Vinyl-Liebhaber werden kann. Ich habe mir vor ein paar Monaten 2 7"-Singles von den Copyrights gekauft, die auf eine so liebevolle Art aufgemacht sind, wie ich es von CDs nicht kenne. Farbiges Vinyl, beigelegte Texte und Poster -- alles zeugt von Liebe zum Format.

Im Interview mit dem Toningenieur wird mit weitbekannten Vorurteilen aufgeräumt, beispielsweise dass Vinyl besser und wärmer  klingen soll als CDs.

Das für mich Beeindruckendste an den Interviews mit den Sammlern ist die Größe ihrer Sammlungen: 15000 bzw. 20000 Stück (LPs, Singles und CDs zusammengenommen). In meinem Bekanntenkreis bin ich mit etwa 400 Original-CDs der ungekrönte König, aber verglichen mit diesen Zahlen ist das nur Kinderkacke.

So, 04. Dez 2005, 12:30 |

Und warum bitte noch ein Weblog?

Seit Mai 2004 betreibe ich mit dem Wannabe Java Rockstar ein englischsprachiges Weblog zu Java und anderen technologie-relevanten Themen. Mindestens ebensolang bin ich dabei, das Blog zweisprachig auszulegen.

Hiermit gebe ich auf, es hat keinen Sinn.

Zum einen, macht es keinen Spaß, einen Artikel zunächst in Englisch zu schreiben und danach zu übersetzen, und zum anderen gibt es keine Zielgruppe für ein deutsches Blog zur Javaprogrammierung. Seien wir mal ehrlich: Wer englische Artikel zum Thema Softwareentwicklung nicht versteht, sollte sich einen anderen Beruf suchen.

Daher habe ich mich entschieden, mein deutschsprachiges Blog unabhängig vom Java Rockstar aufzuziehen. Hier behandele ich Themen, die sich auf mein Leben, meine Familie und meinen Job als selbständiger Softwareentwickler und IT-Berater beziehen. Java und tech-bezogene Sachen finden weiterhin beim Java Rockstar statt.

Viel Spaß, geneigter Leser.

Do, 01. Dez 2005, 09:40 |

Janek Schwarz

Janek, 36 Jahre alt, Berliner, Familienvater, Punk-Fan.

Im beruflichen Leben bin ich Gründer der EDI+EXPERTS, einem Software- und Beratungshaus für EDI-Lösungen.

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